Mehr Wohnraum heißt nicht automatisch, dass man mehr Grundstück braucht.
Gerade bei bestehenden Häusern kann eine Aufstockung eine sehr interessante Möglichkeit sein, zusätzliche Fläche zu schaffen.
Und genau hier hat Holz einen großen Vorteil: Es ist leicht.
Weniger Gewicht auf dem Bestand
Bei einer Aufstockung müssen die zusätzlichen Lasten durch das vorhandene Gebäude bis in die Fundamente gebracht werden.
Deshalb schauen wir zuerst nicht auf die neue Etage, sondern auf das Haus darunter.
Wie ist die Decke aufgebaut? Wo stehen tragende Wände? Welche Lasten kann das Gebäude aufnehmen? Und wo können wir die neue Konstruktion sinnvoll aufsetzen?
Das muss gemeinsam mit dem Tragwerksplaner sauber geklärt werden.
Wenn die Voraussetzungen stimmen, ist Holz für eine Aufstockung ideal, weil wir vergleichsweise viel Wohnraum mit relativ wenig zusätzlichem Gewicht schaffen können.

Viel Arbeit passiert vorher
Ein weiterer Vorteil ist die Vorfertigung.
Die Wände und teilweise auch Decken oder Dachelemente können wir in der Werkstatt vorbereiten. Anschließend werden sie auf die Baustelle gebracht und mit dem Kran montiert.
Gerade wenn das Gebäude während der Arbeiten bewohnt bleibt, ist das wichtig.
Das Haus soll schließlich nicht wochenlang offen stehen.
Unser Ziel ist deshalb immer: so viel wie möglich vorbereiten und die eigentliche Montage vor Ort möglichst kurz halten.

Alt und Neu müssen zusammenpassen
Eine Aufstockung muss dabei nicht aussehen, als hätte man einfach eine Etage oben draufgesetzt.
Manchmal ist es schön, wenn sich der neue Teil bewusst vom Bestand absetzt. In anderen Fällen soll man später kaum noch erkennen, wo das ursprüngliche Gebäude aufhört und die Aufstockung beginnt.
Beides kann gut aussehen.
Wichtig ist für uns vor allem, dass Konstruktion, Architektur und vorhandenes Gebäude zusammen funktionieren.



