Wenn wir ein Holzhaus montieren, sieht es für Außenstehende manchmal so aus, als würde innerhalb von zwei oder drei Tagen ein komplettes Haus entstehen.
So ganz stimmt das natürlich nicht.
Die eigentliche Montage geht tatsächlich sehr schnell. Der größte Teil der Arbeit hat zu diesem Zeitpunkt aber schon stattgefunden.
Erst planen
Bevor wir in der Werkstatt anfangen, muss das Haus ziemlich genau durchgeplant sein.
Wo sitzen Fenster? Wie laufen Installationen? Welche Bauteile tragen? Wie werden Wand, Decke und Dach miteinander verbunden? Wie funktionieren Luftdichtheit und Fassadenanschlüsse?
Im Holzbau lohnt es sich, diese Dinge früh zu klären.
Denn alles, was vorher sauber geplant ist, müssen wir später auf der Baustelle nicht improvisieren.

Dann vorfertigen
Anschließend entstehen bei uns im Betrieb die einzelnen Bauteile.
Wände werden aufgebaut, gedämmt und beplankt. Je nach Projekt können Fenster oder Teile der Fassade bereits eingebaut werden.
Decken und Dachelemente werden vorbereitet.
Das alles passiert trocken und unter guten Arbeitsbedingungen in der Werkstatt.
Dann werden die Elemente verladen und zur Baustelle gebracht.

Und plötzlich steht ein Haus
Auf der Baustelle setzen wir die Elemente mit dem Kran zusammen.
Dann geht es tatsächlich schnell.
Innerhalb kurzer Zeit werden aus einzelnen Wänden Räume, Geschosse und schließlich ein komplettes Gebäude.
Genau das ist für mich eine der großen Stärken des Holzbaus.
Aber die Geschwindigkeit auf der Baustelle kommt eben nicht daher, dass weniger Arbeit drinsteckt.
Sie kommt daher, dass wir die Arbeit vorher gemacht haben.
Je besser Planung und Vorfertigung sind, desto ruhiger läuft später die Montage.
Und genau so sollte es sein.



